Kinderzahnheilkunde

Kinder liegen uns besonders am Herzen, deshalb hat Herr Knop im Jahr 2010 an der Haranni Academie in Herne das Curriculum Kinderzahnmedizin belegt. Das heißt, dass er sich in sieben Fortbildungstagen fachlich in Kinderzahnmedizin weitergebildet hat und die Kursreihe mit einer Abschlussprüfung erfolgreich abgeschlossen hat

Außerdem betreut unsere Praxis eine Grundschule (zusammen mit der kieferorthopädischen Praxis Orthograd, siehe unter Links) und zwei Kindergärten, um dort einen Beitrag zur Zahngesundheit der Kinder zu leisten.



Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Im Gegensatz zu Erwachsenen sind Kinder nicht Vernunft gesteuert, sondern leben nur unmittelbar gegenwartsbezogen.

Am wichtigsten ist daher, dass Kinder Vertrauen gewinnen. Wir versprechen daher nichts, was wir nicht halten können. Tun Sie das bitte auch nicht!

Wichtig ist uns, dass sich Kinder langsam an die Praxis gewöhnen. Kommen Sie mit Ihrem Kind so früh wie möglich, spätenstens mit zwei Jahren sollte der erste Zahnarztbesuch erfolgen.

Sollte Ihr Kind in der ersten Sitzung noch nicht den Mund aufmachen, ist das völlig in Ordnung. Am besten ist eine langsame Gewöhnung ohne Druck. Kommen Sie daher am besten bevor Probleme auftreten, denn bei Zahnschmerzen besteht ein unnötiger Druck.

Ab dem Alter von sechs Jahren beginnt die Individualprophylaxe. Dabei gibt die Prophylaxeassistentin altersgerecht Tipps zu Zahnpflege und Mundgesundheit. Außerdem werden alle Zähne gereinigt und die bleibenden Backenzähne versiegelt. Die Kinder lernen auf diese Weise, dass jemand in ihrem Mund arbeitet, ohne dass es weh tut. So werden die Kinder immer besser auf die Zahnbehandlung vorbereitet.
Tipps für zu Hause, um Zahnarztängste zu vermeiden:
  • Vermeiden Sie vor dem Zahnarztbesuch negativ besetzte Begriffe, auch in der Verneinung. Sagen Sie beispielsweise niemals "es tut nicht weh", "hab keine Angst" oder "es ist nicht schlimm". Ihr Kind würde nur auf die negativ besetzten Begriffe achten. Auch der Begriff "Spritze" sollte nicht in den Mund genommen werden. Bei der Kinderbehandlung benutzen wir übrigens keine Spritze, sondern höchstens eine "Schlafkügelcheneinfüllmaschine".
  • Wenn Sie Ihrem Kind die Zähne putzen, setzen Sie sich auf ein Bett oder Sofa und legen Sie Ihr Kind auf den Rücken, mit dem Kopf auf Ihren Schoß. Abgesehen davon, dass Sie damit besser putzen können und es für Ihr Kind angenehmer ist, lernt es schon, dass jemand in seinem Mund "arbeitet" während es liegt.
  • Drohen Sie nicht mit dem Zahnarzt. Falsch: "Wenn du zu viele Süßigkeiten isst, musst du zum Zahnarzt." Besser: "Wenn du zu viele Süßigkeiten isst, bekommst du ein Loch im Zahn."
 

    Fachliche Gesichtspunkte

    Milchzähne unterscheiden sich in Struktur und Aufbau deutlich von den bleibenden Zähnen, dazu kommen Kiefer im Wachstum, eine kleine Mundhöhle und ein Gebiss im Wechsel: ständig gehen Zähne verloren und es kommen neue hinzu.

    Prophylaxe:

    Im Idealfall ist dies die einzige Behandlung, die wir bis zum vollendeten 18. Lebensjahr durchführen.

    Da Karies vermeidbar ist (siehe dazu auch Prophylaxe/ Krankheitsvermeidung), ist es unser Ziel, dass Ihr Kind ohne Karies und ohne Füllung das Erwachsenenalter erreicht. Dies ist keine Utopie, sondern bei guter Mitarbeit durchaus realistisch.

    Die Prophylaxe beginnt dabei schon im Mutterleib. Da Bakterien in der Regel von den Eltern auf die Kinder übertragen werden (z.B. beim Ablecken des Schnullers oder des Löffels), ist es sinnvoll, wenn bereits die Eltern an der Prophylaxe teilnehmen.

    Frühzeitige Zahnarztbesuche (möglichst einschließlich Untersuchung der Milchzähne) sollten spätestens mit 2-3 Jahren erfolgen. Unter Umständen empfiehlt sich eine Bestimmung des Kariesrisikos mit Hilfe von Speicheltests, um Karies frühzeitig zu vermeiden.

    Ab dem Alter von sechs Jahren beginnt die sogenannte Individualprophylaxe. Dazu gehört eine altersgerechte Beratung zu Zahnpflege und Mundgesundheit, die Reinigung und Fluoridierung aller Zähne und ggf. die Versiegelung der großen Backenzähne.

    Im Gegensatz zur Erwachsenenprophylaxe wird die Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6-17 Jahren 2x jährlich auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

    Füllungstherapie:

    Da sich Milchzähne in ihrer Struktur von den bleibenden Zähnen deutlich unterscheiden, gelten für Milchzahnfüllungen andere Regeln. Wir verwenden daher in der Regel ein zahnfarbenes Kompomer, also eine Kombination aus Kunststoff und Zement. In einzelnen Fällen verschließen wir Milchzähne auch nur mit Zement.

    Größere Milchzahndefekte sollten dagegen nicht gefüllt werden, sondern mit Stahlkronen versorgt werden.

    Inaktive kariöse Stellen sollten dagegen gar nicht mit dem Bohrer behandelt, sondern fluoridiert und kontrolliert werden.

    Wurzelbehandlung:

    Da das Zahnmark eines Milchzahnes sehr weit ausgedeht ist, wird auch bei kleineren kariösen Defekten schnell eine Wurzelbehandlung erforderlich.

    Das Wurzelsystem unterscheidet sich beim Milchzahn deutlich von dem eines bleibenden. Dazu kommt, dass die Milchzahnwurzeln oft schon verkürzt sind, da sie vom nachfolgenden bleibenden Zahn schon "angeknabbert" sind.

    Auch können Zähne mit erkranktem Nervsystem dem darunter liegenden bleibenden Zahn einen dauerhaften Schaden zufügen ("Turner-Zahn"). Daher ist es oft nötig, einen erkrankten Milchzahn ganz zu entfernen.

    Bei bleibenden Zähnen wiederum kann es passieren, dass das Wurzelwachstum noch gar nicht beendet ist.

    Es sind daher besondere Behandlungsverfahren nötig.

    Verletzungen:

    Nach Unfällen können kleine oder größere Teile eines bleibenden Zahnes verlorengegangen sein. Meist lässt sich dies mit Kompositen (siehe Karies/ Zahnfüllungen) reparieren. Überkronen sollte man Zähne erst nach Erreichen des 18. Lebensjahres.

    Kieferorthopädie:

    Zahnregulierungen nehmen wir nicht selbst vor, sondern überweisen sie an einen Fachzahnarzt. Die Adressen der KFO-Praxen, mit denen wir zusammenarbeiten, finden Sie unter Links.


    Zahnarztpraxis Sebastian Knop, Junggesellenstraße 3, 44135 Dortmund-Mitte, Tel. (0231) 52 34 46