Kariestherapie/ Zahnfüllungen

Karies, auch Zahnfäule genannt, ist ein langsam fortschreitender Prozess der Zerstörung der Zahnhartsubstanz.
Der zerstörerische Prozess wird eingeleitet mit einer Anheftung von Bakterien an der Zahnoberfläche und führt bei Nichtbehandlung bis zur schmerzhaften Zerstörung des Zahnmarks, das den Nerven enthält. Wenn dieser Fall eingetreten ist, kann der Zahn nur noch durch eine Wurzelbehandlung gerettet werden.

Wir erläutern auf dieser Kariesseite zwar auch unser Füllungskonzept, an dieser Stelle möchten wir aber darauf hingeweisen, dass die Füllungstherapie nur die schlechtere Kariestherapie darstellt.



Die moderne Kariestherapie besteht in der Vermeidung.

Karies kann nur entstehen, wenn Zähne, Bakterien und Substrate (= Nahrung für Bakterien, v.a. Zucker) vorhanden sind und wenn die Bakterien über einen längeren Zeitraum im Zahnbelag auf den Zahn eingewirkt haben.

Daher kann Karies durch geeignete Maßnahmen meist vermieden werden. Darin besteht nach unserem Praxiskonzept die wahre Kariestherapie. Näheres dazu finden Sie durch anklicken von Prophylaxe/ Krankheitsvermeidung.




Auch frühe Vorstufen von Karies versuchen wir durch geeignete zahnärztliche Maßnahmen zum Stillstand zu bringen. Durch fluorid- oder chlorhexidinhaltige Gele und Lacke kann beginnende Karies inaktiviert werden.


Ist eine Fissur (darunter versteht man die Furchen und Grübchen auf der Kaufläche der Backenzähne) gefährdet, kann sie versiegelt werden.

Unter Umständen muss zunächst die beginnende Karies herausgebohrt werden. Ob dies nötig ist, kann man sich von einem speziellen Lasergerät namens Diagnodent(R) anzeigen lassen.




Erst wenn der kariöse Defekt zu groß ist, wird eine Zahnfüllung nötig. Da jede Füllung nur eine begrenzte Haltbarkeit hat, muss jede Füllung irgendwann wieder durch eine neue ausgetauscht werden. Dies ist der zweite Grund, eine Füllung zu legen.

Füllungstherapie

Für bleibende Zähne setzen wir in der Regel drei verschiedene Materialgruppen ein:

  • Komposite (Kunststoff-Keramik-Gemische)
  • Amalgam (Quecksilber-Legierung)
  • Zemente

Dazu kommen, allerdings nur noch in Ausnahmefällen, Inlays aus zwei verschiedenen Materialien:

  • Gold
  • Keramik

Milchzähne versorgen wir in der Regel mit Kompomeren.

Komposite

Diese Kunststoff-Keramik-Gemische sind die in unserer Praxis am häufigsten eingesetzten Füllungsmaterialien.

Vorteile:

zahnfarben, zahnsubstanzschonend, bakteriendicht (da es einen innigen Verbund mit dem Zahn eingeht), hohe Gestaltungsmöglichkeit, langlebig, modern

Nachteile:

zeitaufwändig (und damit zuzahlungspflichtig), es fehlen Langzeiterfahrungen (die modernen Dentinadhäsive (= "Kleber") gibt es erst seit etwa Mitte der 1990er Jahre)


Amalgam

Diese Quecksilber-Silber-Legierung ist der Klassiker unter den Zahnfüllungen. So langjährig die Erfahrungen mit diesem Werkstoff sind, so umstritten ist er.

Vorteile:

zügige Verarbeitung, damit billig und Kassenleistung, langjährige Erfahrung, langlebig

Nachteile:

quecksilberhaltig (Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall), silberfarben (im Alter schwarz), kein chemischer Verbund mit dem Zahn, oft höherer Zahnsubstanzverlust als beim Komposit, nicht modellierbar (sondern stopfbar)

Zemente

Diese Materialien kommen bei der Füllungstherapie in unserer Praxis nur bei provisorischen Füllungen und ggf. Milchzähnen zum Einsatz.

Ihre Haltbarkeit ist begrenzt.

Kompomere

Diese Mischung aus Kompositen und Glasionomer-Zementen setzen wir in unserer Praxis ausschließlich bei Milchzahnfüllungen ein.

(siehe Kinderzahnheilkunde)

Gold und Keramik

Inlays (= Einlagefüllungen) aus Gold und Keramik galten bis vor kurzer Zeit als die besten Zahnfüllungen. Heute werden sie zunehmend von Kompositen verdrängt, sodass wir in unserer Praxis nur noch in Ausnahmefällen Inlays anfertigen.

Vorteile:

sehr langlebig, hohe Ästhetik (bei Keramikinlays)

Nachteile:

Herstellung geht mit hoher Opferung von Zahnsubstanz einher, sehr aufwändig (da Herstellung im Labor) und damit teuer, goldene Farbe (bei Goldinlays)


Zahnarztpraxis Sebastian Knop, Junggesellenstraße 3, 44135 Dortmund-Mitte, Tel. (0231) 52 34 46